Ratgeber · aktualisiert am 22. Oktober 2026

Nikolausstiefel füllen: was für Kinder in welchem Alter passt

Der Stiefel setzt die Grenze, das Alter den Inhalt. Füllideen für Kleinkinder, Kindergarten- und Grundschulkinder, nach Alter sortiert.

Nikolausstiefel füllen: was für Kinder in welchem Alter passt

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In den Nikolausstiefel gehört, was zum Alter passt: ein Pappbilderbuch für Zweijährige, ein Spiel mit drei Regeln für Vierjährige, ein Rätsel, das eine Drittklässlerin allein knackt. Der Nikolaustag fällt 2026 auf Sonntag, den 6. Dezember, und ist zugleich der 2. Advent. Die Stiefel stehen also am Samstagabend vor der Tür, und am Sonntagmorgen bleibt Zeit, alles in Ruhe auszuprobieren.

Die Ideen auf einen Blick

ProduktFür wenHerstellerangabeca. Preis
Morgen kommt der NikolausKleinkinder, zum AnschauenPappbilderbuch ab 2um 9 €
Die Geschichte vom heiligen NikolausKleinkinder, Legende zum VorlesenPappbilderbuchum 8 €
Play-Doh 4er-PackKleinkinder, zum Knetenab 2, 4 × 85 gum 4 €
Pixi-Weihnachts-8er-Set 41Kindergarten, auch zum Aufteilenab 3um 10 €
Lesemaus 192: Conni und der NikolausKindergarten, Vorlesen am MorgenLesemaus-Heftum 4 €
Tempo, kleines FaultierKindergarten, Spiel mit Geschwisternab 4, 2 bis 4 Kinderum 7 €
HABA Terra Kids BecherlupeKindergarten, Spaziergangab 4um 6 €
Reflexy FuchsAlle mit Weg im DunkelnDIN EN 17353um 10 €
Schoko HexeErst- und Zweitklässlerab 6um 7 €
HABA Terra Kids StirnlampeGrundschule, draußen und unter der Deckeab 6, 110 Lumenum 12 €
Die drei ??? Geheime BotschaftenRätselfans ab der 3. Klasseab 8um 6 €
Der falsche NikolausLeseratten in der 4. Klasse4. Klasseum 9 €

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Ein bis drei: Pappbuch und Knete

Ein Pappbilderbuch ist in diesem Alter die beste Wahl, weil Kinder es selbst umblättern können. Morgen kommt der Nikolaus ist laut Verlag ein Pappbilderbuch ab 2 Jahren, um 9 Euro. Wer die Legende von Myra gleich mitliefern will, nimmt Die Geschichte vom heiligen Nikolaus von Herder, ebenfalls als Pappbilderbuch, um 8 Euro.

Knete passt ab etwa zwei Jahren. Das Play-Doh 4er-Pack in klassischen Farben enthält 4 Dosen à 85 Gramm in Rot, Blau, Grün und Gelb, Hasbro gibt es ab 2 Jahren an, um 4 Euro. Der Hersteller nennt Wasser, Salz und Mehl als Hauptbestandteile. Vier Farben reichen für die ersten Figuren, und die Dosen lassen sich wieder verschließen.

Für Kleinkinder lohnt vor allem der Blick auf die Altersangabe des Herstellers. Spielzeug, das nicht für die Jüngsten gedacht ist, trägt nach Anhang V der EU-Spielzeugrichtlinie 2009/48/EG den Hinweis „Nicht für Kinder unter 36 Monaten geeignet“ oder das Bildzeichen mit dem durchgestrichenen Kleinkind. Diesen Aufdruck lohnt es sich vor dem Bestellen auf dem Foto der Packung zu suchen.

Mandarine, Apfel, Nüsse

Mandarinen und Walnüsse in der Schale von oben auf einem dunklen Holztisch

Mandarine und Apfel gehören in jeden Stiefel. Zusammen mit Walnüssen und Mandeln zählen sie zum ältesten Teil des Brauchs. Bei Kleinkindern frag die Eltern vorher, ob Nüsse in den Stiefel dürfen. Lebt ein Kleinkind mit einem älteren Geschwisterkind zusammen, kommen die Nüsse in den Stiefel der Großen.

Drei bis sechs: kleine Bücher, kleine Spiele

Kindergartenkinder wollen am Nikolausmorgen etwas tun, nicht nur naschen. Ein Mitbringspiel im Taschenformat passt genau in einen Stiefel. Tempo, kleines Faultier von Ravensburger ist ab 4 Jahren für 2 bis 4 Kinder angegeben, um 7 Euro. Bei jedem Zug bewegen sich alle vier Faultiere, keiner scheidet aus, und das Spiel ist nach wenigen Minuten erklärt.

Das Pixi-Weihnachts-8er-Set 41 „Pixis Weihnachtszauber“ enthält 8 Minibücher zu Winter und Weihnachten ab 3 Jahren, um 10 Euro. Acht Bücher lassen sich aufteilen: zwei in den Stiefel, der Rest kommt als Vorleseration in die Adventswochen bis zum 24. Dezember. Das erste Pixi-Buch, „Miezekatzen“, erschien 1954. Carlsen hat seitdem über 500 Millionen Exemplare verkauft, jedes Pixi misst 10 mal 10 Zentimeter und hat immer 24 Seiten.

Wer zum Nikolaus selbst eine Geschichte schenken will, findet sie in der Lesemaus 192: Conni und der Nikolaus von Carlsen, um 4 Euro. Ein dünnes Heft lässt sich leicht rollen oder an die Innenseite des Stiefels legen und lässt Platz für Mandarine und Schokolade.

Grundschulkinder: Rätsel, Krimi, Geheimschrift

Ab sechs zählt, dass ein Kind etwas allein kann. Die Schoko Hexe von Ravensburger ist ein Kartenspiel im Mitbringformat, laut Produktangabe ab 6 Jahren, um 7 Euro. Wer zuerst alle sechs Zutaten für die Schokolade sammelt, gewinnt, wer bei der Hexe zu gierig zieht, verliert alles. Das Thema passt zum Nikolaus, und ein Kartenspiel liegt flach am Stiefelschaft.

Für Viertklässler, die gern lesen und mitraten, gibt es Der falsche Nikolaus aus der Reihe „Detektivgeschichten mit Pepe und Max“, ausgewiesen für die 4. Klasse, um 9 Euro. Ein Buch, das genau an diesem Tag spielt, liest sich am Nikolausnachmittag fast von allein.

Ab acht Jahren lieben viele Kinder geheime Botschaften. Die drei ??? Geheime Botschaften von Kosmos steckt in einer Metalldose mit Geheimblock, Detektivlupe, Sprühflasche und Siegelstickern, ab 8 Jahren, um 6 Euro. Die Dose ist flach genug für den Stiefel, und am Nachmittag schreibt das Kind vielleicht schon die erste Nachricht an die Geschwister.

Draußen im Dunkeln: Licht und Reflektoren

Ein Junge und ein Mädchen liegen unter einer Decke und schauen im Schein einer Taschenlampe nach unten

Der Reflexy Fuchs ist ein Reflektoranhänger aus Filz mit Reflexfolie, laut Hersteller nach DIN EN 17353 und mit mindestens 15 Quadratzentimetern optisch aktiver Fläche pro Seite, um 10 Euro. Er hängt per Karabiner am Ranzen oder an der Jacke und wird jeden Tag benutzt. Anfang Dezember ist es am frühen Abend schon dunkel, und genau dann sind Kinder vom Training, vom Spielplatz oder von Freunden auf dem Heimweg.

Für Kinder ab sechs passt die HABA Terra Kids Stirnlampe mit 110 Lumen, weißem und rotem Licht und verstellbarem Stirnband, ab 6 Jahren angegeben, um 12 Euro. Unter der Bettdecke lesen, eine Laternenrunde im Park oder die Suche nach dem verlorenen Handschuh sind damit drin. Für Kindergartenkinder ist die HABA Terra Kids Becherlupe mit zwei Linsen ab 4 Jahren die passende Draußen-Sache, um 6 Euro. Moos, Rinde und Raureif sehen darin am Sonntagsspaziergang gleich anders aus.

Ein Zeitgeschenk lässt sich direkt anhängen: ein Zettel im Stiefel mit „Samstag, 12. Dezember, Nachtwanderung um 17 Uhr, Stirnlampe nicht vergessen“. Der Termin liegt eine Woche nach Nikolaus, und bis dahin ist die Lampe ausgiebig unter der Decke getestet.

Süßes: eine Figur reicht

Eine Schokofigur oder ein Säckchen Lebkuchen, eine Mandarine oder ein Apfel, dazu ein Gegenstand: So bleibt der Stiefel voll, ohne dass ein Kilo Schokolade darin liegt, und die Eltern müssen am Sonntagmorgen nichts einsammeln. Den Rest bringen ohnehin Adventskalender, Plätzchen und Weihnachtsmarkt. Ob überhaupt Süßes in den Stiefel soll, fragst du bei fremden Kindern am besten kurz die Eltern.

Viele Schokofiguren und Eier für Kinder enthalten eine kleine Figur. Für sie gilt die Altersangabe auf der Verpackung, oft ab 3 Jahren. Bei jüngeren Kindern nehmen Eltern die Kapsel deshalb vor dem Befüllen heraus.

Was in einen Stiefel passt

Zwei oder drei kleine Dinge und eine Mandarine füllen einen Kinderstiefel, mehr als 10 bis 20 Euro bekommt man ohne Quetschen kaum hinein. Die europäische Schuhgröße zählt in Pariser Stich, ein Stich misst laut dem Schuhhersteller Haflinger zwei Drittel Zentimeter, also rund 6,7 Millimeter. Größe 24 entspricht damit einer Innenlänge von 16 Zentimetern, Größe 30 von 20 Zentimetern, Größe 33 von 22 Zentimetern. Ein Pixi-Buch misst 10 mal 10 Zentimeter, eine Play-Doh-Dose fasst 85 Gramm, und ein Stiefel der Größe 26, innen gut 17 Zentimeter lang, nimmt etwa zwei oder drei solcher Dinge auf.

💡 Die Größe herausfinden: Auf der Innenseite der Lasche oder auf der Sohle steht die Größe fast jedes Kinderschuhs. Ein Blick auf die Schuhe im Flur reicht. Steht dort 27, ist der Stiefel innen rund 18 Zentimeter lang.

Geschwister mit verschiedenen Stiefeln

Jedes Kind bekommt einen Gegenstand in seiner Altersstufe, Süßes bleibt für alle gleich, damit beim Vergleichen am Morgen niemand zählt. Stehen zwei oder drei Stiefel nebeneinander, richtet sich der ganze Flur nach der Altersangabe für das jüngste Kind: Was laut Packung erst ab drei Jahren gedacht ist, kommt in den Stiefel der Großen.

Gerecht heißt dabei nicht gleich teuer. Ein Pixi für 1 Euro wiegt für eine Dreijährige so viel wie ein Detektivset für einen Neunjährigen. Wichtiger ist, dass jeder Stiefel ähnlich voll aussieht. Dafür sorgen eine Mandarine, ein Apfel und ein Tannenzweig mehr als jede zusätzliche Tafel Schokolade.

Stiefel, Strumpf oder Teller

Wer für ein Patenkind in einer anderen Region füllt, fragt kurz bei den Eltern nach, ob Stiefel, Teller oder Besuch üblich ist und wann. Traditionell kommt der Stiefel am Abend des 5. Dezember raus, in manchen Gegenden findet der Brauch aber erst am Morgen des 6. statt, und der Nikolaus kommt persönlich.

Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken beschreibt den Kern des Brauchs als heimliches Einlegen von Äpfeln, Nüssen und Süßigkeiten in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember. Er geht auf eine Legende zurück: Nikolaus soll drei Mädchen nachts Gold ins Haus geworfen haben, das sich in ihren zum Trocknen am Kamin aufgehängten Strümpfen verfing. Daher Strumpf und Schuh, und laut Bonifatiuswerk nehmen schlaue Kinder deshalb gern die größeren Stiefel. Über den Mann selbst ist wenig gesichert. Der Kieler Kirchenhistoriker Andreas Müller nennt als Lebensdaten etwa 270 bis 340, Bischof im kleinasiatischen Myra, heute Türkei. Urkunden gibt es keine, die ersten schriftlichen Quellen entstanden im 6. Jahrhundert.

Was im Stiefel oft danebengeht

  1. Zu viel: Ein überquellender Stiefel macht den 24. Dezember kleiner. Was nicht hineinpasst, gehört nicht zum Nikolaus.
  2. Das Spiel im falschen Stiefel: Das Mitbringspiel für das Schulkind passt laut Altersangabe nicht zum kleinen Bruder und gehört in den richtigen Stiefel.
  3. Süßes ohne Rückfrage: Bei Patenkindern und Nachbarskindern vorher die Eltern fragen, ob Süßes erwünscht ist.
  4. Batterien und Bildschirm: Elektronik mit Ladekabel passt selten in einen Stiefel und gehört eher zu einem Anlass, den die Eltern mitentscheiden.

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